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Die Violinsonaten von Beethoven genießen den Status Maßstab setzender Kompositionen für diese Besetzung weit über die Klassik hinaus. Der gleichberechtigte und intensive Dialog zwischen der Violine und dem Klavier war revolutionär und inspirierend für viele Komponisten nach ihm. Der wilde und kämpferische Gestus der A-Dur-Sonate, die der Komponist dem französischen Violinvirtuosen Rodolphe Kreutzer widmete, beeindruckt und bewegt bis heute.

Beethovens Sonate kontrastiert eindrucksvoll mit dem Werk von Anton Webern, der zum inneren Kreis der Zweiten Wiener Schule gehörte. Weberns vier Stücke für Violine und Klavier op. 7 sind eine frühe Komposition des Schönberg-Schülers, in der sich seine spätere Hinwendung zur Zwölftonmusik mit einer verdichteten Chromatik nur andeutet. Klangliche und dynamische Kontraste sind hier bis zum Äußersten ausgereizt, woraus die Musik ihren expressiven Reiz schöpft.

Die in Moldawien als Kind von Musikern geborene Geigerin Patricia Kopatchinskaja ist ein wahres Enfant terrible der Musikszene. Unangepasst in ihrem barfüßigen Bühnenauftritt, in der Programmwahl und in ihren elektrisierenden und fantasievollen Interpretationen hat die Ausnahmekünstlerin die Musikenthusiasten stets auf ihrer Seite. Schon in ihrer Kindheit hatte sie besten Unterricht bei einer Schülerin von David Oistrach und später bei renommierten Professoren an der Musikhochschule in Wien.

Der junge finnische Pianist Joonas Ahonen ist an der Sibelius Akademie in Helsinki ausgebildet worden und hat seine Karriere vor allem außerhalb seiner Heimat vorangetrieben. Er verfügt über ein sehr breites Repertoire, welches von Beethovens Werken in historischer Aufführungspraxis bis zu Uraufführungen moderner Kompositionen reicht – ein wahrhaft idealer Partner für die Geigerin und das heutige Programm:

Anton Webern: Vier Stücke für Violine und Klavier op.7
1. Sehr langsam
2. Rasch
3. Sehr langsam
4. Bewegt

Ludwig van Beethoven: Sonate für Violine und Klavier Nr.9 A-Dur op.47 „Kreutzersonate“
1. Adagio sostenuto - Presto
2. Andante con variazioni
3. Finale. Presto

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Kommentare

Lussja

Sehr schön

Susanne Trinkaus

bei allem Respekt vor dem Können der beiden Künstler, finde ich ihre Interpretation grob, gewalttätig und maniriert. An manchen Stellen richtig scheußlich. Man hat das Gefühl, nicht Beethoven steht im Vordergrund, sondern die Interpreten. Hauptsache: extrem. Hauptsache: ICH kann zeigen, was alles auf den Instrumenten möglich ist. Und das zeigen sie durchaus überzeugend. Und die Mehrheit des Publikums findet es natürlich sehr beeindruckend.

Elizabeth Monacelli

Hello,
Thank you so much for this amazing concert series!
I am a professional violinst in San Diego, California.

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