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Die Aufnahme wird in Gedenken an den herausragenden Cellisten Alexander Bouzlov gezeigt, der am 8. November 2020 im Alter von nur 37 Jahren von uns gegangen ist.

„Nur sie, die Kunst, sie hielt mich zurück. Es dünkte mir unmöglich, die Welt eher zu verlassen, bis ich das alles hervorgebracht, wozu ich mich aufgelegt fühlte“ Ludwig van Beethoven, Heiligenstädter Testament, 1802 

Euphorie und Verzweiflung, Lyrik und Trauer: die Zweite Symphonie Beethovens ist ein Spiegel der Gemütsverfassung, in der sich der Komponist 1802 befand. Einerseits hatte der junge Beethoven zu der Zeit alles erreicht, wovon er jemals träumen konnte: er war auf dem Höhepunkt seines Erfolgs als Klaviervirtuose, als Komponist konnte er lediglich mit dem 70-jährigen Haydn verglichen werden. Die besten Verleger Österreich-Ungarns rießen sich um seine Werke. Beethoven wurde von der feinen Wiener Gesellschaft begeistert aufgenommen, genoss die Aufmerksamkeit der jungen Damen aus wohlhabenden Adelshäusern und machte ihnen enthusiastisch den Hof. Was wünscht man mehr?..

Andererseits nahmen die Symptome des Gehörleidens, die beim Komponisten bereits seit einigen Jahren bestanden, zu. In der Hoffnung, diese zu lindern, verbringt Beethoven den Sommer 1802 im Badekurort Heiligenstadt bei Wien, die Behandlung bleibt aber letztendlich erfolglos. Beethoven ist gezwungen, sich mit der Perspektive auseinanderzusetzen, dass ihm Hören vielleicht ganz genommen wird, - was wird das für ein Leben für einen, der von Musik lebt? Seine Trauer und Verzweiflung schreibt der Komponist in einem Brief an seine Brüder nieder (das sog. Heiligenstädter Testament) – und in der Zweiten Symphonie. Er grämt sich, bleibt aber gefasst: „so glücklich als es mir hienieden beschieden ist, sollt ihr mich sehen, nicht unglücklich – nein das könnte ich nicht ertragen – ich will dem Schicksaal in den Rachen greifen, ganz niederbeugen soll es mich gewiß nicht“. 

Im Rahmen von BEET250VEN wird die Zweite Symphonie in einer seltenen Transkription für ein Klaviertrio aufgeführt, von Alissa Margulis (Violine), Alexander Bouzlov (Cello) und Andrey Denisenko (Klavier).

Ludwig van Beethoven

Symphonie Nr. 2 in D-Dur, op.36 (1801-1802)

  1. Adagio molto — Allegro con brio
  2. Larghetto
  3. Scherzo. Allegro
  4. Allegro molto

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Kommentare

Glenn

Sehr schön, sehr traurig.

Lussja

Schön

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