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Die Sonate Nr. 7 (Op. 10, No. 3) ist die längste und auch gewichtigste der drei Sonaten Op. 10. Der erste Satz, wieder Presto, ist sehr ausgedehnt und ausgesprochen virtuos. Das gesamte thematische Material lässt sich aus dem ersten mottoartigen Einwurf in Oktaven herleiten. Hier zeigt sich, wie sehr Beethoven sich bemüht hat, großen Werken durch thematische und motivische Verknüpfungen Zusammenhalt zu geben. Das Largo e mesto bildet nach dem glanzvollen Kopfsatz den größtmöglichen Kontrast. Es ist eine der bewegendsten Kompositionen des frühen Beethoven. Tiefe Trauer durchzieht den ganzen Satz, nur kurz erhebt sich ein tröstender choralartiger Gesang in F-Dur, aber unerbittliche fortissimo-Akkorde holen das Stück wieder zurück in schwarze Dunkelheit. Der Satz verklingt nach einer riesigen, erschütternden Steigerung mit zerbrechlichen Einzeltönen. Wie Tau am Morgen wirkt danach das wunderschöne Thema des Menuetts. Die dolce-Vorschrift verdeutlicht allerdings, dass das vorangegangene Drama noch nachschwingt. Allmählich wird die Stimmung jedoch ausgelassener und im derb fröhlichen Trio meint man sogar, Gelächter zu hören. Das Finale danach steigert die gute Laune dann ins Skurrile. Andauernd versucht die Musik, in Gang zu kommen, wird aber immer wieder durch lange Pausen unterbrochen. Das erinnert an eine Improvisation - oder eher noch an Gedächtnisschwierigkeiten des Interpreten.

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